Ich stehe gerade vor einer Leinwand und frage mich, ob ich zu viel nachdenke. Seit ein paar Wochen versuche ich, mit Acrylfarben eine bestimmte Stimmung einzufangen, die ich an einem nebligen Morgen am See hatte. Aber jedes Mal, wenn ich glaube, es fast geschafft zu haben, wirkt das Bild plötzlich überladen und die ursprüngliche Leichtigkeit ist weg. Ich frage mich, ob andere auch diese Phase kennen, in der man sich fast verirrt, weil man zu sehr an der Technik hängt, statt dem Gefühl zu vertrauen.
Es klingt wie eine Melodie die du im Kopf hörst doch der Pinsel möchte schweigen und das Gefühl hat Vorrang. Vielleicht musst du dem Ton folgen statt der Technik zu viel Raum zu geben.
Vielleicht ist der Konflikt zwischen Technik und Gefühl genau der Reiz der dich festhält. Wenn du analysierst statt zu spüren verschiebt sich der Nebel in die falsche Richtung.
Du könntest denken der Nebel fordert mehr Details dabei geht es vielleicht um Ruhe und Rhythmus den man noch nicht gefunden hat.
Was wenn du den Gedanken einfach aussetzt und nur den nächsten Pinselstrich machst ohne zu werten?
Vielleicht ist Flow das Schlagwort das du heute übersehen hast und nicht Leichtigkeit sondern Timing suchst.
Ich bleibe skeptisch Die Idee dass man sich in der Technik verliert klingt oft wie eine Ausrede um Angst vor dem Gefühl nicht zuzugeben.