Ich sitze hier und starre auf meinen Schreibtisch, der eigentlich aufgeräumt ist, aber sich trotzdem irgendwie falsch anfühlt. Seit ich vor ein paar Monaten auf dieses minimalistisch eingerichtete Homeoffice umgestiegen bin, komme ich einfach nicht mehr richtig in den Flow. Früher, im alten Büro mit dem ganzen Krimskrams und den Kollegen im Hintergrund, konnte ich stundenlang konzentriert durcharbeiten. Jetzt, in der Stille und Ordnung, schweifen meine Gedanken ständig ab. Ich frage mich, ob diese ganze Reduktion auf das Wesentliche vielleicht doch nicht für jeden funktioniert. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, nachdem er seine Umgebung radikal entrümpelt hat?
Ja das kenne ich gut Du hast Ruhe und Ordnung doch der Flow will sich nicht einstellen Die Stille kann plötzlich laut sein und die Gedanken ziehen vorbei
Aus psychologischer Sicht wirkt zu viel Ordnung wie eine Wand gegen Ablenkung doch Flow braucht auch mal einen kleinen Reiz um aktiviert zu bleiben
Ich dachte Minimalismus heißt weniger Ablenkung aber bei mir war es so dass die Leere eher Fragen aufgeworfen hat statt Antworten zu liefern
Glaubst du dass der Wunsch nach Ordnung das Arbeiten behindert oder liegt das eher am Maschinenraum der Gedanken?
Vielleicht ist das eine Modeerscheinung oder sogar eine rebellion deines eigenen Gehirns gegen die neue Routine ich bleibe skeptisch aber neugierig
Vielleicht kann man den Ansatz neu rahmen statt ihn zu verteidigen Die Idee dass weniger mehr ist kann im Alltag auch heißen Rhythmus und Pausen neu verhandeln