Ich spiele jetzt seit ein paar Wochen mit einem reinen Nahkampf-Charakter und stehe ständig vor dem gleichen Problem. Sobald ein Boss oder eine größere Gruppe Gegner etwas Abstand gewinnt, fühle ich mich komplett hilflos und renne nur noch hinterher, anstatt Schaden zu machen. Ich frage mich, ob ich vielleicht zu stur an meiner Taktik festhalte oder ob es einfach eine Lernkurve gibt, die ich noch nicht überwunden habe.
Es klingt nach Lernkurve statt stumpfer Sturheit. Wenn der Gegner Abstand gewinnt prüfe dein Timing statt deinen Angriffswinkel. Vielleicht ist dein Rhythmus zu vorhersehbar und du verschwendest Gelegenheiten den Abstand zu nutzen. Beobachte Muster im Bossverhalten und passe dein Aufholtempo an statt ständig zu rennen.
Das mit dem Frust kenne ich nur zu gut. Du gibst alles und der Boss zieht sich zurück und du fühlst dich plötzlich klein. Das ist kein persönliches Versagen es gehört zum Spiel manchmal dazu.
Vielleicht ist das nicht deine Schuld sondern das Spiel fordert dich heraus ganz unabhängig von deiner Taktik. Ein reiner Nahkämpfer wird gegen Distanz manchmal benachteiligt und das ist eine Realität die man aushalten muss.
Statt nur zu kämpfen denke ich darüber nach was der Abstand mir sagt. Welche Bewegungen erlauben mir trotzdem Druck zu machen und wie lese ich die Reaktionen des Boss. So wird aus reiner Angriffslust eine Beobachtungssession.
Du glaubst Nähe bedeutet in jeder Situation mehr Schaden. Nicht überall gilt das auch Distanz kann Situationen offen halten in denen du trotzdem reagieren kannst und manchmal ist Geduld die bessere Waffe.
Vielleicht ist die Aufgabe den Boss zu lesen statt ihn zu treffen. Der Fokus verschiebt sich dann vom Treffer aufs Verstehen des Rhythmus