Ich sitze gerade wieder mal über meinen Büchern und frage mich, ob es eigentlich noch jemandem so geht. Früher konnte ich mir Dinge einfach merken, wenn ich sie einmal gelesen habe, aber seit dem Studium fühlt es sich an, als würde alles nur noch oberflächlich hängen bleiben. Ich versuche, mir komplexe Zusammenhänge durch aktives Abfragen selbst zu erklären, aber irgendwie zweifle ich daran, ob diese Methode wirklich nachhaltig ist. Manchmal habe ich das Gefühl, ich tue nur so, als hätte ich es verstanden.
Ich kenne das Gefühl zu gut das Gedächtnis will nicht mehr so fest halten wie früher und im Studium hängt alles oft nur flüchtig in der Luft.
Vielleicht ist es weniger ein Problem des Wissens als des Rahmens in dem du es abrufst und der Gedächtnistraining betont das Wiederholen über Zeiträume hinweg statt nur einmal lesen.
Vielleicht geht es dir gar nicht um Gedächtnis sondern darum mehr Zeit zu haben zu atmen und weniger Druck zu spüren?
Vielleicht sollte man Lernen neu rahmen als Netz aus Verbindungen statt als Speicherort und dabei offen lassen was noch unklar ist.