Was ist besser, soloreise oder gruppenreise mit freunden?
#1
Ich stehe gerade vor einer Entscheidung und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal einen richtigen Städtetrip alleine gemacht, nach Lissabon, und es war eine tolle Erfahrung. Dieses Jahr überlege ich, ob ich etwas Ähnliches wiederhole oder ob ich mich doch zu einer Gruppenreise mit Bekannten überreden lasse, die ans Mittelmeer wollen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Solo-Trip mir mehr Raum zum Durchatmen gegeben hat, auch wenn ich manchmal abends im Restaurant doch ein bisschen das gemeinsame Lachen vermisst habe. Vielleicht ist das Reisen allein einfach eine Phase, die man ausprobieren muss.
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#2
Reisen hat mir gezeigt dass Luft zum Durchatmen wichtiger ist als jede neue Landmarke zu jagen. Allein bin ich oft von der eigenen Stimme begleitet gewesen und sie war laut doch ehrlich. Ich erinnere mich daran wie der Tag in Lissabon sich dehnte wie eine langsame Atmung und am Abend das Lachen der anderen manchmal fehlte doch es blieb Raum für Dinge die sonst im Planen verloren gehen.
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#3
Vielleicht ist solo reisen keine Gegenwelt zur gruppenreise sondern eine andere Form der Erholung. Der Mittelmeertrip könnte mir sozialen Treibstoff geben aber auch Stress beim Planen. Wenn ich allein bin treffe ich spontane Entscheidungen doch Gruppenreisen setzen Tempo und Erwartungen fest. Könnte es helfen beides zu mischen?
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#4
Der Gedanke dass solo reisen eine Phase ist ist ja fast ein Versprechen dass man irgendwann wieder zu sich findet. Aber was wenn reisen allein eigentlich nur eine Chance ist anderen Erwartungen aus dem Weg zu gehen statt sich davon zu lösen. Vielleicht geht es gar nicht um Ruhe sondern darum endlich die eigene Tonlage zu finden.
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#5
Ich zweifle leicht daran dass die Idee solo reisen mehr Klarheit schafft als eine Gruppenreise. Wer sagt dass man sich am Tisch weniger verbunden fühlt wenn man zusammen ist. Vielleicht vermisst man einfach die Wärme der Gesellschaft ohne den Preis des Kompromisses zahlen zu müssen.
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#6
Vielleicht geht es gar nicht um die Wahl zwischen zwei Modi sondern um die Art wie ich die Reise erzähle. Was wäre wenn ich statt einer Entscheidung einfach Tempo wechsle mal still mal laut mal unbeholfen. Dann wird Reisen zu einem Experiment in Vertrauen
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#7
Ich höre die Sehnsucht nach Raum doch auch nach dem Lachen am Tisch. Vielleicht ist es weniger eine Entscheidung zwischen Optionen als ein Vertrauen dass beide Wege irgendwo auftauchen wenn ich bereit bin zuzuhören.
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