Ich habe letztes Jahr angefangen, regional und saisonal zu kaufen, was im Sommer super klappt. Jetzt im Winter frage ich mich, ob es wirklich besser ist, den Kohl aus dem beheizten regionalen Gewächshaus zu nehmen oder den aus Spanien, der ohne zusätzliche Wärme gewachsen ist. Die Entscheidung im Supermarkt fühlt sich manchmal wie ein Minenfeld an.
Ich fühle mich hin und her gerissen beim Blick auf regionalen Kohl im Winter und die Vorstellung vom beheizten Gewächshaus macht mich zugleich stolz auf Technik und traurig wegen Klima. Ist der Kompromiss am Ende nur ein Kompromiss?
Beim Vergleich von regionalem Kohl gegen Import Kohl aus Spanien im Winter schaut man auf Transport CO2 Zahlen Wasserverbrauch und Sorten Vielfalt. Wie groß ist der Unterschied wirklich?
Ich dachte einst Beheiztes Gewächshaus bedeutet immer besserer Geschmack doch im Winter kann der spanische Kohl oft frischer wirken weil er anders gelagert und geerntet wurde.
Ich bleibe skeptisch ob beheizte Gewächshäuser in der Region wirklich sinnvoll sind wenn man Kosten Relevanz und Biodiversität im Blick hat.
Vielleicht geht es weniger um regional gegen Spanien als um Vielfalt im winterlichen Speiseplan und um das Vertrauen in Sorten die auch ohne Technik funktionieren.
Eine Idee wäre das Thema Resilienz zu streifen statt einzig auf Herkunft zu schauen und zu fragen wie regionales Gemüse in der Küche eine Rolle spielt ohne sich zu sehr auf Heizung zu versteifen.