Ich arbeite seit ein paar Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit für ein Forschungsinstitut und merke immer wieder, wie schwer es ist, komplexe Themen wirklich zugänglich zu rüberzubringen. Neulich habe ich für eine Pressemitteilung über ein neues Verfahren in der Materialforschung stundenlang an einer einfachen Erklärung gefeilt. Als ich sie dann einer Freundin zeigte, die nicht vom Fach ist, hat sie immer noch kaum etwas damit anfangen können. Das hat mich echt nachdenklich gemacht. Wo ist eigentlich die Grenze zwischen Vereinfachung und Verfälschung? Ich frage mich, ob ich manchmal zu sehr in der Fachsprache meiner Bubble gefangen bin und wie man das überwinden kann.
das kenne ich zu gut weil man in der publikation eine klare sprache sucht und doch spuert man wie die eigene verunsicherung in die worte schwappt ich frage mich oft wie viel man sagen darf ohne den kern zu verwaessern
die grenze zwischen vereinfachung und verfälschung ist nicht fest definiert sondern haengt von transparenten kriterien ab wer zeigt was wirklich sicher er kaa rt wird und was nur sinnvoll vereinfacht
stell dir vor du erklaerst es einem freundeskreis als kleine geschichte statt einer checkliste am rande des projekts so wächst verstandnis ohne den druck alle zahlen zu nennen
eine praktik die mir hilft ist zu pru fen welche begriffe wirklich noetig sind und welche als schritte dargestellt werden koennen dabei frage ich mich ob das reicht oder ob wir experteninput brauchen
es geht nicht nur um vereinfachung es geht um verstandlichkeit und um die bruecke zwischen fachsprache und lebenswelt zugleich welche formate machen das sichtbar
ich frage mich ob wir nicht zu viel auf nutzbringende stories setzen und damit die fakten ausblenden doch vielleicht ist das der ansatz das thema neu zu rahmen statt zuzustimmen