Ich stecke gerade in einer kleinen Zwickmühle mit meinem eigenen Logo. Die letzte Version fühlt sich irgendwie zu steril an, fast wie aus einer Vorlage. Jetzt habe ich etwas mit mehr Handschrift und Unregelmäßigkeiten entworfen, das sich viel echter anfühlt. Aber ich frage mich, ob diese Art von unperfektem visuellen Branding vielleicht zu unprofessionell wirken könnte, gerade wenn ich damit auch etwas seriöseres Corporate Design anbieten will.
Dein Logo hat deutlich mehr Charakter und wirkt menschlich statt steril. Die Unregelmäßigkeiten geben Wärme, aber ich frage mich ob das in größeren Projekten zu unprofessionell wirken könnte. Würde das in größeren Projekten auffallen?
Aus Branding Sicht könnte die Handschrift dem Logo eine Geschichte geben und so Distanz zu einer typischen Vorlage schaffen. Der Trick ist die bewusste Steuerung der Unregelmäßigkeiten statt reiner Zufälligkeit. Wenn du klare Regeln definierst wie Linienbreite und Abstände auftreten bleibt es professionell genug.
Vielleicht versteht man unter dem Unperfekten das Gegenteil von Stil und missversteht die Absicht. Die Prämisse wirkt so als Konsensbedienung, dabei kann es auch Mut bedeuten. Denkst du wirklich dass das Logo so gelesen wird?
Vielleicht geht es gar nicht um das Logo allein sondern um das Vertrauen das Branding vermittelt. Stell dir zwei Pakete vor einmal ganz sauber einmal mit persönlicher Note und lass die Kunden wählen statt zu diktieren. So machst du deutlich dass du flexibel bist ohne die Seriosität zu verlieren.