Ich habe gestern endlich "Der Pate" geschaut, nachdem ich mich jahrelang davor gedrückt habe. Jetzt verstehe ich die ganze Aufregung um diesen Film nicht so recht. Die Atmosphäre war unglaublich, aber ich fand die Handlung stellenweise so langsam, dass ich mich wirklich konzentrieren musste, um dranzubleiben. Vielleicht lag es an meinen viel zu hohen Erwartungen? Ich frage mich, ob es anderen auch so ging, wenn sie einen solchen Klassiker viel zu spät gesehen haben.
Die Atmosphäre hat mich gepackt auch wenn die Handlung sich zeitlupenartig zog ich spürte zwischen Neugier und Geduld einen ständigen Widerstreit und am Ende blieb ich doch fasziniert vom Milieu
Aus filmhistorischer Sicht funktioniert der Pate vor allem durch Machtverstrickungen und ruhige Gespräche statt durch schnelle Schüsse Die Ruhe der Erzählung erzeugt eine unterschwellige Bedrohung die sich über lange Sequenzen aufbaut
Vielleicht kam mir der Film wie eine lange Vorbereitung auf eine Entscheidung vor doch ich habe ihn eher als Familienqualifikation gesehen statt als Actionthriller Vielleicht habe ich da etwas verwechselt
Ich frage mich ob der Hype ums Werk heute noch so stark wirkt oder ob das nur eine Welle war die mit der Zeit nachlässt
Vielleicht lohnt es sich den Blick neu zu richten Der Film fordert Geduld und verwandelt Alltägliches wie Essen oder Gespräche in stille Prüfungen Erst dann entfaltet sich der Reiz von The Godfather
Denkt ihr dass man The Godfather erst nach mehrmaligem Sehen wirklich versteht oder ist der Reiz schon beim ersten Ansehen sichtbar