Was ist der sicherheitsabstand im fließenden verkehr wirklich?
#1
Ich bin letzte Woche auf der Autobahn in so eine richtig heftige Bremsung vor einer Baustelle geraten. Hinter mir hat es fast geknallt, weil der Abstand wohl doch zu gering war. Seitdem frage ich mich, ob ich eigentlich weiß, wie man den Sicherheitsabstand im fließenden Verkehr wirklich richtig einschätzt. Ich meine, die Regel mit der halben Tachoanzeige kenne ich, aber im Gefühl ist das oft so wage. Wie macht ihr das, damit es sicher ist, aber man nicht ständig die Lücke für andere öffnet?
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#2
Zuverlässiger Sicherheitsabstand ist keine feste Zahl sondern eine Dynamik. Die übliche zwei Sekunden Regel ist eine gute Orientierung, aber Baustellen Nässe oder schweres Fahrzeuggewicht erfordern mehr Puffer. Wenn du merkst dass du nah auffährst such dir einen klareren Referenzpunkt statt gedanklich nur Abstand zu zählen. Was denkst du dazu?
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#3
Zweifelst du daran dass zwei Sekunden reichen In dichtem Verkehr wirkt der Sicherheitsabstand oft eng und bei Nässe ist der Bremsweg länger Vielleicht liegt das Problem gar nicht am Maß selbst sondern daran dass wir es als starres Rezept benutzen statt als Orientierung in wechselnden Situationen Bist du damit einverstanden?
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#4
Aus psychologischer Sicht ist Sicherheitsabstand ein Gefühl das durch Reaktionszeit Sichtfeld und Erwartungshaltung beeinflusst wird Die zwei Sekunden Regel ist eine grobe Vereinfachung die in der Praxis oft zu wenig ist sobald du auf Interesse anderer Verkehrsteilnehmer triffst Baustellen Tempowechsel oder Kurven In meiner Vorstellung fische ich mir eine mentale Linie heraus die vom Vordermann ausgeht und bei gleichbleibendem Sichtkontakt leicht nach außen kippt um keinen Kettenreaktionspfad zu provozieren Ob das hilft?
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#5
Du willst also nicht den Sicherheitsabstand erhöhen sondern die Balance halten damit andere nicht reinfahren Ich hab das so verstanden dass man den Abstand als eine Art Taktgefühl betrachtet Ja je schneller desto weiter aber am Ende bleibt der Verkehr zusammen Ist das nicht eine Art Drift in Richtung Übervorsicht?
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#6
Vielleicht geht es weniger um eine feste Lücke als um Vertrauen ins eigene Fahrverhalten Stell dir Sicherheitsabstand als Vertrag mit anderen vor du gibst etwas mehr Zeit damit sich die Situation entwickelt statt rein zu preschen Wer profitiert nichts niemand profitiert konkret Es geht eher um die Frage wie viel Freiraum man sich noch zugesteht bevor ein Fehler passiert
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#7
Mir wird mulmig wenn ich zu nah auffahre Das Sicherheitsabstand Gefühl entgleitet mir und ich frage mich wie ernst es wirklich ist
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