Ich stehe gerade vor einer Entscheidung in meinem aktuellen Projekt und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Wir haben eine Legacy-Komponente, die dringend modernisiert werden muss, und das Team ist gespalten zwischen einem kompletten Rewrite und einer schrittweisen Refaktorierung. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass eine schrittweise Modernisierung der Codebase der nachhaltigere Weg wäre, aber die Versuchung, bei Null anzufangen und alles sauber neu zu machen, ist enorm. Ich frage mich, ob andere diese Zerrissenheit auch kennen, wenn man vor so einem Berg von altem Code steht.
Ich kenne dieses zerrissene Gefühl vor dem Berg alter Codebasis. Modernisierung klingt nach einer langen Reise und mein Bauch drängt zu behutsamem Vorgehen statt alles auf Null neu zu machen.
Eine schrittweise Refaktorierung kann frühen Wert liefern und Risiken streuen. Man definiert klare Schnittstellen und prüft iterativ was wirklich bleibt.
Vielleicht geht es gar nicht um Modernisierung sondern darum das Team neu zu organisieren damit der alte Code weniger Aufmerksamkeit braucht.
Ich frage mich ob ein kompletter Rewrite wirklich weniger Aufwand bedeutet wenn Abhängigkeiten ständig wechseln?
Vielleicht geht es weniger um rewrite gegen refaktorieren sondern um eine hybride Struktur mit klaren Grenzen und einer Pilotbaustelle die sich schrittweise ausrollen lässt.
Was wenn die Kernfrage gar nicht ist wie man moderner Code schreibt sondern wie man Verantwortung und Lernkultur im Team stärkt?