Ich stehe gerade wirklich vor einer Frage, die mich beschäftigt. Letztens habe ich in einem Gespräch mit einer Freundin gemerkt, dass ich automatisch angenommen habe, sie würde ihre Eltern regelmäßig besuchen, nur weil sie in derselben Stadt wohnen. Dabei hat sie mir dann erklärt, dass der Kontakt für sie sehr anstrengend ist und sie bewusst Abstand hält. Das hat mich nachdenklich gemacht, weil ich selbst immer denke, räumliche Nähe verpflichte irgendwie zu mehr Familienzeit. Wo zieht man eigentlich die Grenze zwischen Pflichtgefühl und dem eigenen emotionalen Schutz?
Ich merke wie der Gedanke an Pflichtgefühl oft in den Bauch kriecht und mir sagt Nähe sei Pflicht. Doch manchmal fühlt sich das mehr nach Belastung als nach Verbundenheit an
Vielleicht geht es eher um Grenzen die wir setzen damit das Pflichtgefühl nicht zur Last wird. Du hast gelernt dass räumliche Nähe automatisch Nähe bedeutet und das ist eine Vereinfachung
Was wäre wenn dein eigener emotionaler Schutz eine Form von Nähe ist die ihr beide braucht statt einer Pflicht zur Nähe?
Vielleicht ist das Thema zu weit gefasst. Wer bestimmt was Nähe bedeutet. Wer definiert Pflicht und Freiheit im Umgang mit Familie