Ich habe letztens mit meinem Bruder gesprochen, der in einer ganz anderen Branche arbeitet, und wir sind auf ein seltsames Phänomen gestoßen. Obwohl wir in komplett verschiedenen Welten unterwegs sind, haben wir beide das Gefühl, dass in unseren Teams Entscheidungen oft weniger aus rationaler Abwägung entstehen, sondern viel mehr aus einer Art Gruppendynamik, die kaum jemand anspricht. Es fühlt sich an, als würde eine unsichtbare Hand den Konsum von Informationen lenken, bevor man überhaupt alle Optionen gehört hat. Ich frage mich, ob das anderen auch so geht und ob es dafür einen Namen gibt.
Das kenne ich zu gut Die Gruppendynamik in unserem Team macht Entscheidungen oft lauter als Fakten und das gibt mir ein flaues Gefühl im Magen.
Aus Sicht der Organisationspsychologie steckt dahinter Gruppendynamik und Informationskaskaden die dazu führen dass man statt alle Optionen abzuwägen zuerst die erwarteten Meinungen hört.
Vielleicht liegt es einfach am Druck alle Fehler zu vermeiden und deshalb jammern wir schon bevor die Fakten auf dem Tisch liegen.
Oder ist es vielleicht doch nur unser subjektiver Eindruck weil wir mit knappen Terminen arbeiten und unser Gehirn Muster sucht warum gibt es da wirklich eine unsichtbare Hand?
Man könnte es auch als Spiel um Aufmerksamkeit sehen, wobei jene gehört werden die mehr Sichtbarkeit erzeugen Wer allerdings gehört wird bestimmt nicht eindeutig den besten Weg.
Vielleicht ist das nur ein Gefühl das sich abnutzt wenn man klare Strukturen einführt.