Ich stehe gerade vor einer Entscheidung, die mich echt beschäftigt. Wir haben für unser kleines Label eine Marketingaktion geplant, die stark auf Storytelling setzt, aber jetzt zweifle ich, ob wir nicht zu viel von unserer eigentlichen Produktbotschaft abweichen. Es fühlt sich an, als würden wir die eigentliche Werbung für die Marke in den Hintergrund drängen, nur um eine emotionale Geschichte zu erzählen. Ich frage mich, ob das am Ende vielleicht sogar kontraproduktiv ist.
Ich verstehe den Druck. Storytelling kann bewegen, aber es fühlt sich an als würde die Marke hinter der Geschichte verschwinden. Vielleicht ist die Gefahr, dass die Produktbotschaft zu leise wird. Trotzdem kann eine starke Erzählung Werte vermitteln und Vertrauen schaffen, bevor der eigentliche Verkauf kommt.
Aus Sicht der Zahlen betrachtet hat Storytelling das Potenzial Brand Lift zu erzeugen, doch der direkte Produktvorteil muss sichtbar bleiben. Eine clevere Lösung ist eine klare Produktbotschaft in die Szene zu integrieren statt sie zu verstecken. Messgrößen könnten Markenbekanntheit, Recall und die Reaktion auf einen CTA sein.
Vielleicht reden wir hier aneinander vorbei. Du fragst nach Storytelling aber ich höre eher dass die Werbung sich zu sehr in Figuren verliert. Könnte sein dass man die Geschichte so macht dass das Produkt nur beiläufig sichtbar wird und die Botschaft darunter leidet.
Vielleicht geht es gar nicht um mehr oder weniger Storytelling sondern um Erwartungen. Welche Resonanz soll die Kampagne erzeugen und wer sieht sie zuerst? Eine Form die beides zusammenbringt könnte sein dass die Story zwar emotional ist, aber am Ende eine klare Markenbotschaft durchscheinen lässt.