Ich sitze hier in meinem Homeoffice und schaue auf die Rechnung für meine letzte Bestellung aus dem Ausland. Die Lieferung war schnell, aber die zusätzlichen Gebühren haben mich wirklich überrascht. Irgendwie fühlt es sich an, als würde ich doppelt zahlen, einmal für das Produkt und dann nochmal für die bloße Tatsache, dass es Grenzen überquert hat. Ich frage mich, ob das bei anderen auch so ein mulmiges Gefühl auslöst, wenn man sieht, wie sich kleine, alltägliche Dinge plötzlich durch globale Lieferketten verkomplizieren.
Ja ich kenne das Gefühl. Man kauft im Ausland und am Ende sieht man neben dem Produktpreis auch Gebühren. Dann fühlt es sich an als zahlt man zweimal und das macht die Freude über den Einkauf kleiner.
Aus Sicht einer Lieferkette ist das oft ein logistischer Effekt der Grenzkosten. Zoll und MwSt werden dazugerechnet und erst am Ende sichtbar. Das klingt trocken aber es erklärt warum die Kosten so wirken.
Vielleicht verstehe ich das Thema Globalisierung falsch. Vielleicht geht es mir gar nicht um Gebühren sondern um den Sinn der Lieferwege Warum fühlt sich der Alltag so an als würde er teurer werden?
Ich zweifle daran dass das wirklich nötig ist Vielleicht ist das eine Gewohnheit der Händler um mehr Gewinn zu machen und die Belege sprechen eine eigene Sprache.
Vielleicht ist der Begriff Lieferkette nur ein Schlagwort das uns daran erinnert dass Dinge zusammenkommen und wir lernen müssen mit dem Netz aus Produzenten und Transporten zu leben.