Ich war letzte Woche bei meinem Onkel auf dem Bauernhof und wir haben uns über die Wetterextreme der letzten Jahre unterhalten. Er meinte, dass er immer mehr auf eine klimaresiliente Landwirtschaft setzen muss, um überhaupt noch planen zu können. Das hat mich nachdenklich gemacht, weil ich in der Stadt wohne und mein Beitrag oft beim Einkaufen endet. Ich frage mich, wie andere diese Lücke zwischen dem, was nötig wäre, und dem, was im Alltag wirklich machbar ist, erleben.
Als Städterin die jeden Tag Obst und Gemüse im Supermarkt auswählt wirkt es wie ein Riesenrätsel die Wetterextreme und die Zukunftsunsicherheit und mein Einkaufszettel bleibt der eigentliche Plan klimaresiliente Landwirtschaft wirkt wie eine Zukunftsform die hier noch niemand konkret umsetzt.
Die Lücke zwischen dem Notwendigen und dem Alltag ist oft eine Frage von Governance Lieferketten Preisen und Subventionen. klimaresiliente Landwirtschaft braucht bessere Wetterdaten Diversität im Anbau regionalen Austausch und dass Konsumentinnen mehr Bereitschaft zeigen lokale Produkte zu unterstützen auch wenn sie teurer sind.
Ich dachte klimaresiliente Landwirtschaft bedeute einfach super resistente Samen und dass dann alles automatisch klappt.
Ich frage mich ob das wirklich hilft wenn jeder beim Einkauf kleinen regionalen Produzenten den Vorzug gibt das klingt gut aber vielleicht bleibt das nur Ideologie und die Politik müsste viel mehr liefern.
Vielleicht lässt sich das Thema auch anders rahmen als Teil einer Umgestaltung des Alltags nicht als Belastung sondern als Chance etwas Neues zu probieren.
Was wäre wenn die Lücke keine Frage von Technik sondern von Geduld ist und wir kleine Schritte im Alltag ernst nehmen statt große Pläne zu fordern?