Ich stecke gerade in einer Phase, in der ich das Gefühl habe, dass mein Portfolio zu sehr nach einem Einheitsbrei aussieht. Alle meine Projekte sind sauber und professionell, aber irgendwie fehlt die Seele. Ich frage mich, ob ich vielleicht zu sehr versuche, dem zu entsprechen, was ich denke, dass Agenturen sehen wollen, anstatt eine eigene Handschrift zu entwickeln. Es fühlt sich an, als würde ich nur eine Checkliste abarbeiten.
Ich kenne das Gefühl die Projekte wirken sauber und professionell doch die Seele fehlt. Es ist frustrierend weil man das Gefühl hat nur eine Checkliste abzuarbeiten. Vielleicht geht es darum deine eigene Handschrift zu zeigen statt zu kopieren was du für Agenturen erwartest.
Analytisch betrachtet liegt das Problem oft darin dass man sich in Mustern bewegt statt sich eine echte Handschrift zu erlauben. Ein Weg ist die Regeln zu brechen die du über dein Portfolio stellst und bewusst Themen zu wählen die dich persönlich treiben statt den Erwartungen anderer zu folgen. So entsteht Raum für eine authentische Stimme.
Skeptisch gesagt vielleicht ist die suche nach Seele nur eine bequeme Erzählung die die Serie von Projekten rechtfertigt. Wer bestimmt was echt wirkt und wer sagt dass eine klare Handschrift immer besser ankommt.
Vielleicht geht es gar nicht um die Seele sondern darum Erwartungen zu vermeiden die du selbst aufbaust. Du hörst zu sehr auf Trends und verwechselst Leuchten mit Relevanz. Ist das wirklich dein Problem oder eine Sorge um Relevanz?
Ich schlage vor das Portfolio als eine Art Ausstellung zu sehen kein generischer Lebenslauf sondern ein Raum in dem Fragen stehen bleiben statt Antworten zu liefern.
Vielleicht helfen drei kleine Experimente die dich zu deiner Handschrift führen könnten auch wenn sie scheitern Erstens ein Projekt das nur eine einzige Idee verfolgt Zweitens ein Motiv das in allen Arbeiten auftaucht Drittens ein Formwechsel der dir zeigt wie unterschiedlich du wahrgenommen wirst