Ich habe letzte Woche mit einem Kollegen aus unserem Büro in Singapur gesprochen. Er erwähnte beiläufig, wie sehr sich seine täglichen Nachrichten seit ein paar Jahren verändert haben – nicht nur inhaltlich, sondern auch im Ton. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, weil ich hier in Berlin ähnliches beobachte, aber in einer ganz anderen Richtung. Irgendwie fühlt es sich an, als würden wir in parallelen Informationswelten leben, obwohl wir für das gleiche globale Unternehmen arbeiten. Ich frage mich, ob andere diese Art von subtiler Entfremdung im Alltag auch spüren, oder ob ich da vielleicht zu viel hineininterpretiere.
Mir geht es so ähnlich ich spüre eine stille Entfremdung in alltäglichen Nachrichten der Ton wirkt oft schärfer und schneller trotzdem bleibt mir der Gegenstand erhalten vielleicht zeigt es eine neue Arbeitsrealität
Vielleicht verändern sich die Informationswelten stärker als wir denken Ton Ort und Zeit geben den Texten neue Bedeutungen wir lesen in einem kulturell geprägten Korsett der sich regelmäßig neu formt
Vielleicht hat dein kollege nur an neue automatismen gedacht die die Nachrichten schneller wirken lassen ich interpretiere es als eine technische Optimierung statt einer kulturellen Abweichung
Was wenn es gar nicht um Entfremdung geht sondern um eine Anpassung an verschiedene Arbeitskulturen? Ist unser Eindruck vielleicht eine Projektion unserer Erwartungen