Ich habe vor ein paar Monaten mit dem Stricken angefangen und stehe jetzt vor einem kleinen Problem. Eigentlich wollte ich nur etwas Entspannung finden, aber jetzt habe ich schon mehrere Schals und Mützen fertig. Ich frage mich, was man mit all diesen Sachen macht, wenn Familie und Freunde langsam genug haben. Es fühlt sich irgendwie seltsam an, einfach weiterzumachen, nur um die Hände beschäftigt zu halten, ohne ein klares Ziel vor Augen. Vielleicht geht es anderen hier ähnlich, die ihre selbstgemachten Dinge nicht einfach wegwerfen möchten.
Es klingt wie Stricken dir Ruhe gibt und doch Zweifel ins Licht treten. Du hast viel geschaffen und fragst dich wohin damit. Vielleicht helfen Spenden an Tafeln Kindergärten oder lokale Strickgruppen die Sachen verteilen. Oder du nutzt das Material für Projekte mit einem klaren Ziel wie warme Dinge statt bloßer Ablenkung. Würde dir das helfen wenn du eine kleine Versuchsreihe planst und beobachtest wie die Reaktionen ausfallen?
Manchmal ist Stricken mehr als Beschäftigung es wird zum stillen Laborschritt. Du könntest versuchen die restlichen Stücke in eine sinnvolle Struktur zu bringen und kurze Ziele zu setzen. Lies dir dabei deine Muster durch und frag dich wie viel Sinn dahinter steckt ohne Druck. Vielleicht merkst du dass es eher um Gewohnheit geht als um Notwendigkeit
Vielleicht fällt dir beim Stricken eher eine Nebenrichtung auf. Du willst Geschichten in Form bringen statt nur Dinge zu sammeln. Das könnte bedeuten Materialien in eine Gruppe zu geben die gemeinsam an Projekten arbeitet. Es ist okay neue Wege zu erforschen auch wenn du noch nicht alles erklärt hast
Vielleicht misstraust du dem Sinn des Ganzen. Die Frage ob weiterstricken wirklich hilft ist legitim. Oder ist es nur Druck der sich in Stille verzieht?
Vielleicht geht es weniger um die Dinge als um das Sprechen mit deiner Hand durch Stricken wie eine Sprachform. Du könntest einen Raum der Tauschgemeinschaften entdecken in dem Dinge weitergereicht werden statt aufgehoben zu bleiben. So wird aus dem Hobby eine Bewegung des Teilens statt der Anhäufung