Ich habe in den letzten Monaten angefangen, mit Aquarell zu malen, und stehe jetzt vor einem Problem. Eigentlich wollte ich nur entspannen, aber jetzt habe ich einen ganzen Stapel Bilder, die ich irgendwie nicht wegwerfen kann, die aber auch nicht wirklich "gut" sind. Sie fühlen sich wie eine Art visuelles Tagebuch an. Ich frage mich, ob andere Leute ihre frühen Übungsstücke aufbewahren oder ob das nur unnützes Horten ist. Es ist seltsam, wie diese kleinen Papiere jetzt emotionales Gewicht für mich tragen.
Ach, diese Stapel sind wie stille Zeugen deiner Fortschritte im Aquarell, das Papier trägt Geschichten die nur du so sehen kannst.
Wenn es sich wie ein visuelles Tagebuch anfühlt, könnte der emotionale Wert aus Wiederholung und Muster entstehen, vielleicht hilft es die Stücke fotografisch zu sichern und später zu prüfen welche Motive dich wirklich weiterbringen.
Vielleicht ist das Horten einfach eine gemütliche Ausrede um den nächsten Pinselstrich nicht zu riskieren, was würde passieren wenn du die Stapel bewusst loslässt?
Statt zu fragen ob sie gut sind könntest du sie als Wegweiser sehen die zeigen wie dein Stil sich entwickelt, ein Archiv ohne Anspruch könnte sogar befreiend wirken.
Es fühlt sich wie eine Notizsammlung der Seele an und das ist eigenartig aber tröstlich.
Vielleicht hilft eine einfache Regel nur die drei aktuellsten behalten der Rest kann dokumentiert oder fotografiert werden und dann weiterziehen.
Eine andere Perspektive nennt das Konzept der Skizzenphase einen offenen Zwischenraum statt einer Entscheidung.