Ich habe letztens wieder angefangen, beim Spazierengehen Podcasts zu hören, aber irgendwie fühlt es sich anders an als früher. Früher war das so eine Art mentale Pause, aber jetzt schweife ich ständig mit den Gedanken ab und muss zurück spulen. Vielleicht liegt es an den Inhalten, die ich mir aussuche. Hört ihr auch manchmal nur noch halb zu, obwohl euch das Thema eigentlich interessiert?
Podcasts können heute dichter an der Aufmerksamkeit arbeiten. Beim Spazierengehen scheint dein Gehirn schneller weiterzuzucken als früher, und Podcasts liefern oft gleich mehrere Gedanken hintereinander. Die Pause fühlt sich anders an, weil die Reize intensiver geworden sind, nicht weil dich das Thema nicht mehr fesselt.
Hört ihr wirklich nur halb zu und fragt euch danach, wie viel wirklich hängenbleibt? Vielleicht ist es Routine, vielleicht auch nur dein Gehirn, das Multitasking spielt. Jedenfalls ist es kein Verrat an der Neugier, wenn der Kopf plötzlich abschweift.
Vielleicht ist der Sinn der Erfahrung nicht ein ruhiges Zuhören, sondern das Aushalten von Abschweifen beim Podcasts hören, während du durch die Straßen gehst.
Vielleicht ist die Prämisse überholt und Abschweifen beim Gehen ist genau das, was dich noch neugierig macht, aber muss das wirklich eine Pause sein?