Ich habe letztens diese Serie angefangen, die alle so hyped haben, und irgendwie fühlt es sich an, als würde ich etwas falsch machen. Die Handlung ist okay, aber ich erwische mich ständig dabei, wie ich auf mein Handy schaue oder nebenbei die Küche aufräume. Dabei liebe ich eigentlich gute Geschichten. Vielleicht liegt es an dieser ständigen Erwartung, dass jedes neue große Ding einen umhauen muss. Ich frage mich, ob das noch Entertainment ist oder schon nur noch Hintergrundrauschen.
Hm das klingt nach dem Frust des hypegetriebenen Konsums. Du willst eine gute Geschichte merkst aber wie dein Blick ständig abschweift und die Küche ruft. Vielleicht ist es weniger deine Unfähigkeit sondern der Druck dass jede Folge dich umhauen muss. Entertainment fühlt sich wie Hintergrundgeräusch an wenn der Moment fehlt ihn bewusst zu erleben.
Vielleicht liegt es an Flow und Erwartungskollisionen. Der Hype setzt eine Offenbarung voraus und wenn die Serie nur mittelmäßig ist wird der Stoff schnell flüchtig. Vielleicht suchst du beim Anschauen eher ein Abenteuer deines Alltags statt eine neue Welt. Der Schritt zu erkennen was dich wirklich fesselt ist schon die halbe Analyse.
Vielleicht ist die Hauptfigur in deiner Wohnung statt im Serienlogo. Du schaffst dir eine Routine als Dramaturgie an und wunderst dich warum die Geschichte nicht laut genug ist. Es ist fast so als würde die Küche besser erzählen als der Bildschirm.
Skeptisch könnte man fragen ob Entertainment heute wirklich noch eine Kunstform ist oder nur eine Maske für Konsumglück. Was passiert wenn du eine Folge einfach mal aufmerksam anschaust?