Ich habe gestern endlich die neue Kampagne von Age of Empires IV durchgespielt und war danach irgendwie total hin- und hergerissen. Einerseits hat mich die historische Inszenierung wirklich gepackt, andererseits fühlten sich einige Missionen so an, als würde ich nur noch Ressourcen-Barrikaden wegräumen, bevor das eigentliche Spiel beginnen kann. Ich frage mich, ob andere auch dieses seltsame Gefühl zwischen Faszination und leichter Enttäuschung kennen. Vielleicht liegt es einfach an meiner Erwartungshaltung nach all den Jahren.
Dieses Gefühl kenne ich gut wenn eine Kampagne wie Age of Empires IV mich glitzert und gleichzeitig zerrt. Die historischen Szenen ziehen mich rein doch einige Missionen wirken wie eine lange Vorbereitung auf das eigentliche Spiel.
Aus analytischer Sicht zeigt die Kampagne ein klassisches Pacing Muster das Ressourcenbarrieren nutzt um dich in eine Abfolge von Aufgaben zu lenken bevor die eigentliche Mission beginnt.
Vielleicht verstehst du die Sache falsch und nennst das Ausschöpfen von Ressourcen das eigentliche Spiel dabei meint die Kampagne wirklich nur eine vergrößerte Einleitung zur finalen Schlacht.
Ich bleibe skeptisch die Kampagne ist nur eine Liste von Ressourcenaufgaben statt einer echten Erfahrung vielleicht willst du uns prüfen ob wir durchhalten.
Vielleicht könnte man die Frage neu rahmen und fragen was die Kampagne über Geschichtserzählung sagt statt ob sie gut oder schlecht ist.
Was wäre wenn statt einer perfekten Balance gerade dieses zweiseitige Spiel aus Stil und Lückenabschnitten die eigentliche Kunst der Kampagne ist?