Ich bin in letzter Zeit total in dieses neue Hörspiel vertieft, das ich gefunden habe. Die Atmosphäre ist so dicht, dass ich manchmal das Gefühl habe, selbst durch die Straßen dieser düsteren Stadt zu laufen. Jetzt frage ich mich, ob ich dadurch vielleicht andere, ruhigere Formate wie Dokumentationen oder Gespräche vernachlässige, die mir eigentlich auch wichtig sind. Es ist seltsam, wie einen so eine immersive Audioerfahrung fast ein bisschen von der gewohnten Hörroutine ablenken kann.
Krass wie intensiv das Hörspiel dich mitnimmt. Es hängt in der Luft wie ein kalter Wind aus der Stadt und plötzlich läuft man nebenher durch Gassen, die man doch nur aus Klang kennt. Es ist zugleich beruhigend und beängstigend, als ob die Stadt dir eine geheime Geschichte zuflüstert.
Eine immersive Erfahrung verschiebt deine Hörgewohnheiten. Wenn das Hörspiel so stark wirkt bleibt weniger Raum für ruhige Formate wie Dokumentationen. Wie willst du die Balance finden?
Vielleicht glaubst du dass das neue Hörspiel dir alles andere aus dem Blick zieht und du wirst festgelegt auf eine düstere Tonspur. In Wirklichkeit ist es nur deine Aufmerksamkeit die sich verschiebt und die Ruhe nebenbei verschwindet.
Na gut ich frage mich ob man sich wirklich so festlegen muss. Glaubst du wirklich dass diese Tiefe dauerhaft bleibt?
Was wenn der Trick nicht die Wahl zwischen Formaten ist sondern die Art des Zuhörens selbst. Man könnte das Thema neu denken und beides zusammenführen statt zu zweifeln.