Ich stehe gerade vor einem kleinen Rätsel mit meiner Vinylsammlung. Gestern habe ich zum ersten Mal eine richtig alte Pressung von "Kind of Blue" aufgelegt, die ich auf einem Flohmarkt gefunden habe. Irgendwie klingt sie wärmer und irgendwie auch unordentlicher als meine digitale Version, aber ich kann nicht genau sagen, warum. Vielleicht liegt es am Mastering oder einfach an den leichten Kratzern. Es fühlt sich an, als würde ich dem Album plötzlich ganz anders zuhören, fast so, als ob ich es neu entdecke. Ich frage mich, ob andere auch so eine Erfahrung mit einem bestimmten Album gemacht haben, wo die physische Pressung den Klang so stark verändert hat.
Ja das kenne ich gut Wenn ich eine ganz alte Pressung von Kind of Blue höre klingt das warm und etwas rauer als die digitale Version Vielleicht liegt es am analogen Mastering und an kleinen Kratzern die die Höhen verändern
Aus analytischer Sicht wirkt analoges Vinyl oft warmer weil die Dynamik nicht so exakt linear ist wie bei digitalen Formaten Das führt zu sanfteren Transienten und einer leichten Verschmelzung der Obertöne
Vielleicht misstraust du der Idee dass es wirklich eine Veränderung gibt Und doch klingt eine frische Platte anders weil Staub Luft und die Narbe der Rille ihren eigenen Rhythmus finden
Skeptisch bist du sicher auch Wenn die Platte warm klingt glaubt man zu hören dass mehr Raum ist Doch die Wahrheit könnte auch sein dass der Raum und die Anlage den Klang prägen
Ich finde es spannend den Blick zu wechseln und zu fragen wie sich das Hörgefühl verändert Wenn man eine Platte mit vielen Rillen in den Musikfluss hineintaucht
Hast du schon mal eine andere alte Pressung gehört die so klang wie deine?