Ich stecke gerade in einer richtig seltsamen Serie-Falle. Eigentlich liebe ich ja diese langsamen, atmosphärischen Charakterstudien, aber seit ich "The Wire" durch habe, fällt es mir schwer, mich auf etwas Neues einzulassen. Jedes neue Setting und jede neue Besetzung fühlt sich erstmal wie eine lästige Hürde an, die ich überwinden muss, bevor ich wieder so investiert bin. Geht es euch auch manchmal so, dass eine Serie einen derartigen Eindruck hinterlässt, dass alles Danach erstmal verblasst?
Ja das kenne ich gut wenn eine Serie so einschlägt dass danach alles andere blass wirkt und man sich wieder an The Wire erinnert
Aus analytischer Sicht ist das eine Nachwirkung des Originals dein gehirn erwartet den Tonfall der ersten serie und blockiert neue Rhythmen
Du willst gar nicht weiter schauen du suchst nur eine neue Staffel von The Wire oder eine Super Serie die das gleiche gefühl liefert
Vielleicht ist das kein sinnvolles problem sondern dein gehirn genießt die klare rolle der atmosphärenhelden und wehrt sich gegen zu viel unsicherheit
Man könnte den blick auch weiten und fragen ob es nicht um das mischen von realistischen details mit fiktion geht und wie man dem tempo der eigenen aufmerksamkeitskurve folgt