Manchmal frage ich mich, ob wir mit unseren Wochenendausflügen in die Natur nicht etwas zu viel wollen. Letztens waren wir wieder wandern, die Kinder haben eigentlich nur gemeckert über die langen Wege und die Mücken, und am Ende waren alle genervt. Irgendwie hatte ich mir das immer anders vorgestellt. Jetzt überlege ich, ob diese Art von Familienzeit vielleicht einfach nicht zu uns passt.
Ich merke manchmal wie Wochenendausflüge in die Natur zu einer perfekten Familienzeit werden sollen. Oft endet es damit dass die Kinder meckern über lange Wege und die Mücken, und am Ende bleibt nur Ermüdung. Vielleicht ist es okay das ehrlich zuzugeben und zu schauen welche Form von Naturzeit euch wirklich verbindet jenseits der Vorstellung von Abenteuer.
Es klingt nach einer Kluft zwischen Idealbild und Alltag. Die Erwartungen an Ruhe Abenteuer und gemeinsame Zeit treffen auf schlaflose Nächte und den Trott der Kinder. Statt einer großen Wanderung könnt ihr kleine kurze Stopps einplanen die Stimmung beachten und die Belastung verteilen Könnte eine andere Struktur der Zeit euch mehr Zufriedenheit bringen?
Vielleicht vermisst du ein Bild von Familienzeit Kilometer Natur und gemeinsamer Sieg über den Berg Doch was wenn Natur nicht der Maßstab ist sondern Nähe im Kleinen Die Mücken werden zu Staubkörnchen im großen Bild Oder irre ich mich?
Was wenn Freizeit nicht draußen stattfinden muss Vielleicht geht es eher um gemeinsame Aufmerksamkeit statt Kilometer Vielleicht reicht es zusammen zu kochen oder einfach zu schweigen ohne festen Plan Das könnte die Sicht auf das Thema neu rahmen