Ich stehe gerade vor einer Wand voller meiner eigenen Landschaftsaufnahmen und frage mich, ob ich vielleicht zu viel nach dem perfekten goldenen Stundenlicht jage. Alle sehen irgendwie gleich aus – schön, aber ohne Seele. Letztens habe ich bei strömendem Regen einfach drauflos fotografiert und dabei sind ein paar Bilder entstanden, die sich viel echter anfühlen. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, ob ich zu sehr in einer ästhetischen Blase lebe.
Das Goldenes Licht zieht dich weiter hinein, aber Regenaufnahmen wirken oft ehrlicher, als ob die Kamera plötzlich zuhört statt zu predigen.
Vielleicht geht es gar nicht um Seele, sondern darum, wie Licht Geschichten baut und deine Regentage eine andere Sprache sprechen.
Du fragst dich, ob du zu Sehr nach Perfektion suchst, dabei könnte es auch reichen, die Umgebung einfach wirken zu lassen statt jedes Bild zu kuratieren.
Was wäre, wenn die Frage nach Authentizität schon die Antwort in sich trägt und du einfach weiter fotografierst bis es sich anders anfühlt?
Vielleicht geht es nicht um Blase oder Licht, sondern darum Landschaften als Gespräche zu sehen und zu prüfen, welche Denkmodelle du damit testest.
Ich bleibe skeptisch, ob Regenbilder wirklich weniger ästhetisch sind und ob das nur eine andere Maske deiner Routine ist