Ich war letztens auf einer Hochzeit und habe danach die Fotos durchgesehen. Irgendwie war ich auf fast keinem Bild richtig zu sehen, obwohl ich die ganze Zeit dabei war. Das hat mich nachdenklich gemacht. Ich frage mich, ob das daran liegt, dass ich in den letzten Jahren einfach viel weniger echte Fotos von mir mache und stattdessen nur noch diese kurzen, flüchtigen Momente in meiner Story teile. Es fühlt sich an, als wäre ich auf Social Media präsent, aber irgendwie nicht wirklich festgehalten.
Das klingt ehrlich du willst festgehalten werden wie du wirklich bist und nicht nur als flüchtige Spur in einer Story Fotos sind da vielleicht zu schnell vergangen
Vielleicht liegt es an der verzerrung zwischen publikumsanspruch und echtheit du sammelst mehr Momentschnappschüsse statt einem Bild das dich ganz zeigt
Was wenn die idee dass du weniger echte fotos von dir machst gar kein problem ist sondern du dich im digitalen raum nur anders erinnerst?
Vielleicht missverstehst du die sache du denkst du bist unsichtbar weil die kamera dich nicht trifft doch vielleicht ist es eher deine innere bilderwelt die sich anders zeigt
Ich bleibe skeptisch festgelegte regeln der fotografie erklären selten alles vielleicht wirkt deine präsentation in der gruppe wichtiger als ein wirkliches abbild
Vielleicht könntest du das thema neu rahmen fotos als erinnerung zu sehen nicht nur als dokument du könntest eine serie beginnen die dich in verschiedenen rollen zeigt