Ich habe letztens mit meinem Bruder gestritten, weil ich dachte, er hätte eine Nachricht von mir ignoriert. Dabei hatte er sie einfach nur übersehen, weil so viele Benachrichtigungen reinkamen. Seitdem frage ich mich, ob diese ständige Erreichbarkeit eigentlich mehr kaputtmacht, als sie verbindet. Manchmal möchte ich mein Handy einfach wegschmeißen, aber dann habe ich wieder Angst, etwas Wichtiges zu verpassen. Geht es euch auch manchmal so, dass ihr das Gefühl habt, in diesem ganzen Informationsrauschen unterzugehen?
Ja mir geht es manchmal so ich merke wie die Informationsüberflutung das Kopfkino dominiert und ich mich erschöpft fühle.
Aus analytischer Sicht wirkt die Informationsüberflutung wie eine Selbstverstärkung der ständigen Verfügbarkeit wir sammeln Signale und verlieren dabei die Ruhe.
Vielleicht missverstehe ich den Bruder und denke er ignoriert mich dabei war es nur die Flut von Meldungen die nichts Absichtliches meint.
Wie oft fragst du dich ob du etwas Wichtiges verpasst und merkst dann dass es nur Randnotizen sind?
Vielleicht braucht man eine neue Perspektive die digitale Selbstpflege statt Schuldgefühlen wenn man Grenzen setzt und offline bleibt.
Ich zweifle daran dass ständiges multitasken wirklich verbindet eher wirkt es wie eine stille Belastung die niemand richtig benennt.