Was macht stille filme mit mir, wenn kein soundtrack kommt?
#1
Ich habe letztens zum ersten Mal einen Film gesehen, der komplett ohne Musikuntermalung auskommt. Das war eine so seltsame Erfahrung, dass ich seitdem nicht mehr richtig davon loskomme. Irgendwie hat mich die Stille zwischen den Dialogen und Geräuschen viel mehr in die Handlung gezogen, aber gleichzeitig habe ich diese leere Stelle gefühlt, wo normalerweise die emotionale Führung durch den Score wäre. Ich frage mich, ob das anderen auch so geht oder ob ich einfach zu sehr an den üblichen Soundtrack gewöhnt bin.
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#2
Stille kann mehr erzählen als jede Melodie. Wenn Dialoge ruhig über den Raum ziehen, fühlt man sich fast aus dem eigenen Rhythmus gerissen. War das vielleicht nur eine neue Erfahrung?
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#3
Ohne Musikuntermalung rückt das Bildmaterial in den Vordergrund, der Rhythmus kommt aus Blicken, Geräuschen und Schnitten. Die Stille erzwingt Geduld und lässt Gedanken indirekt arbeiten.
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#4
Vielleicht war das gar kein künstlerischer Wille, sondern ein Produktionszwang, und die Stille ist daraus entstanden.
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#5
Klingt nett doch ich frage mich ob Stille nicht eher eine Erwartungshilfe ist die man von Listen kennt?
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#6
Vielleicht geht es weniger um die Abwesenheit als um die eigene Reaktion darauf, wie sehr man vorbereitet ist auf bestimmte Gefühle.
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#7
Man könnte Stille als Raum verstehen in dem sich eine Idee erst entwickeln muss ohne sofort zu enden.
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