Ich stehe gerade vor einer Entscheidung, die mich echt umtreibt. Wir haben vor ein paar Monaten unser erstes eigenes Produkt auf den Markt gebracht, einen nachhaltigen Rucksack aus recycelten Materialien. Anfangs war die Resonanz in unserem kleinen Kreis super, aber jetzt stockt es irgendwie. Ich frage mich, ob wir mit unserer Kommunikation vielleicht zu sehr im Allgemeinen bleiben. Statt einfach nur "umweltfreundlich" zu sagen, überlege ich, ob wir nicht konkreter werden sollten – zum Beispiel damit, wie genau die Lieferkette vom gesammelten Plastik bis zum fertigen Rucksack aussieht. Das fühlt sich ehrlicher an, aber ich habe auch Sorge, dass es zu komplex oder wenig ansprechend wirken könnte. Wie macht ihr das, wenn ihr die Geschichte hinter euren Produkten erzählt?
Ich spüre den Druck den ihr spürt und wie die Frage nach Ehrlichkeit im Markt manchmal schwerer wiegt als der eigentliche Produkttest Die Idee die Lieferkette sichtbar zu machen klingt ehrlich und auch beängstigend zugleich
Eine klare Geschichte die Lieferkette in übersichtliche Abschnitte zu gliedern kann Vertrauen schaffen Wenn ihr zeigt wie viel Arbeit hinter jeder Phase steckt ohne zu sehr zu verkleben mit Zahlen bleibt es verständlich und glaubwürdig
Vielleicht denkt ihr dass Details die Lösung sind Dabei kann es passieren dass ihr die eigentliche Idee verfehlt und Leute nur noch fragen statt zu fühlen worum es geht
Wahrscheinlich interessiert sich der Konsument eher dafür welchen Nutzen er hat und ob der Rucksack wirklich hält Den ganzen Prozess zu sehr auszubreiten kann ein Zuviel werden
Statt nur zu beschreiben wie es gemacht wird könnte die Story auf Wirkung setzen Wer profitiert wer verliert welche Werte werden gestärkt oder in Frage gestellt Das öffnet Raum für eine andere Art von Neugier
Stellt euch den Weg als Szene vor drei Kernelemente reichen vielleicht besser als eine unendliche Liste Ich würde das erst mal skizzieren und dann sehen wie es ankommt Wie würdet ihr die Balance zwischen Transparenz und Einfachheit finden?