Ich habe neulich ein paar alte Fotos hochgeladen und dabei gemerkt, dass ich jedes Mal kurz zögere, bevor ich den Teilen-Button drücke. Irgendwie fühlt es sich an, als würde ich nicht nur ein Bild, sondern auch ein Stück Kontrolle abgeben. Besonders bei den Momenten, die mir wirklich etwas bedeuten. Ich frage mich, ob das anderen auch so geht, oder ob ich da einfach zu viel nachdenke.
Dieses zögern beim teilen trifft mich auch manchmal. Es fühlt sich an als schiebt man einen Schutzwall vor ein Bild das einem wichtig ist. Hast du das Gefühl du gibst mehr als nur ein Foto frei?
Wenn wir teilen bleibt mehr als der Blick im Netz. Es ist eine Prüfung ob das Bild in der Welt bestehen kann. Die Angst vor Reaktion oder Ablehnung ist oft die treibende Kraft.
Vielleicht denkt man beim teilen nur an Speicherplatz und weniger an Gefühle. Der Button ist doch nur Technik.
Ich frage mich ob es wirklich um Kontrolle geht oder nur um Gewohnheit. Oder ist es nur Gewohnheit?
Man könnte das Bild als Einladung sehen statt als Besitz und beim teilen geht es weniger um Perfektion als um Kontakt.
Was wenn das Teilen die gleiche Spur hinterlässt egal wie bedeutsam das Motiv war und wir doch nur Rituale wiederholen.