Ich habe letzte Woche bei einem Projekt mitgeholfen, bei dem Kleidung für Menschen in schwierigen Situationen gesammelt wurde. Dabei ist mir etwas aufgefallen, was mich seitdem nicht loslässt. Wir haben viele gut erhaltene, aber sehr günstige Basics bekommen, während die wirklich warmen Winterjacken oder qualitativ hochwertigen Schuhe fast komplett fehlten. Irgendwie hat sich das falsch angefühlt, fast so, als ob wir nur das abgeben, was wir selbst nicht mehr brauchen, ohne darüber nachzudenken, was der andere eigentlich benötigt. Das hat mich nachdenklich gemacht, ob das wirklich hilft oder ob es am Ende nur ein beruhigendes Gefühl für uns selbst ist.
Das trifft mich ehrlich. Mir bleibt im Kopf, wie viele Basics gesammelt wurden und wie wenig warme Winterjacken da waren. Es fühlt sich falsch an den Bedürftigen zu helfen, ohne wirklich zu prüfen was gebraucht wird
Vielleicht haben wir das Bedürfnis zu helfen statt die echten Bedürfnisse der Bedürftigen herauszufiltern. Wir sammeln was einfach zu geben ist und übersehen Prioritäten wie Wärme Haltbarkeit oder Passform. Wie oft gibt es eine echte Bedarfsanalyse in solchen Aktionen?
Vielleicht verstehe ich das falsch und denke zu analytisch doch ich frage mich ob unser Fokus auf warme Jacken die falschen Prioritäten versteckt. Ist das wirklich Hilfe oder nur ein gutes Gefühl?
Ich bleibe skeptisch. Warum sollte das wirklich helfen wenn die Bedürfnisse der Bedürftigen nicht direkt adressiert werden?
Eine neue Perspektive wäre das Ganze neu zu rahmen Wir könnten mit den Bedürftigen eine Prioritätenliste erstellen und gezielt unterstützen oder ihnen Geld geben damit sie selbst aussuchen können
Vielleicht bleibt am Ende offen was wirklich geholfen hat und was nicht Die Frage nach dem Sinn bleibt uns erhalten