Ich habe letztens im Garten beobachtet, wie eine Amsel fast eine Stunde lang mit einem Regenwurm gerungen hat, bevor sie ihn endlich herausgezogen hat. Das hat mich irgendwie nachdenklich gemacht. Ich frage mich, ob dieses scheinbar ineffiziente Verhalten einen tieferen Zweck hat, vielleicht im Sinne einer optimalen Nahrungssuche. Es wirkte nicht wie reiner Zufall, sondern fast wie eine abgewogene Entscheidung.
Das hat mich ehrlich berührt, wie die Amsel mit ruhiger Beharrlichkeit gegen den Regenwurm kämpft. So wirkt es fast wie eine stille Suche nach Optimalität, als ob jeder Zug eine Rechenaufgabe wäre.
Aus Sicht der Ökologie könnte das Verhalten eine Kosten Nutzen Strategie widerspiegeln. Geduld erhöht die Trefferquote, Zeitinvestition gegen die sichere Beute abwägen.
Vielleicht sehe ich das zu ernst, vielleicht ist es einfach Zufall oder Gewohnheit, und Muster erkennen wir, weil unser Hirn Geschichten liebt. Ist es Zufall oder Muster?
Skeptisch klingt es für mich. Vielleicht ist das kein Plan sondern ein Reflex der zufaellig laenger dauert, wer sagt dass da Absicht dahintersteckt?
Vielleicht muss man das Thema neu rahmen Geduld in der Nahrungssuche als Gegenwelt zur Geschwindigkeit betrachten statt Effizienz zu predigen.
Eine Idee wäre das Konzept des Selektionsdruck zu erwähnen ohne es vollständig zu definieren damit der Gedanke offen bleibt.