Ich habe vor ein paar Monaten angefangen, einen einfachen Bot für die Dateneingabe bei der Arbeit zu nutzen. Anfangs war es eine große Erleichterung, aber jetzt habe ich das Gefühl, dass meine eigenen Fähigkeiten einrosten. Ich frage mich, ob ich mir durch die Automatisierung meiner eigenen Aufgaben langfristig selbst schade. Es fühlt sich an, als würde ich mich auf eine Krücke verlassen, die ich vielleicht nicht mehr loswerde.
Automatisierung fühlt sich wie eine Krücke an, ja. Man fragt sich ob man sich damit selbst weichkocht oder nur die schweren Lasten abgibt um noch laufen zu lernen. Und doch ist es angenehm den Kopf frei zu haben, auch wenn der Blick auf die eigenen Fähigkeiten unscharfer wird.
Aus Sicht der Automatisierung reduziert sich der kognitive Aufwand bei Routineaufgaben und man kann sich stärker auf komplexe Entscheidungen konzentrieren Die Frage ist wie viel Zeit danach investiert wird um die Kernkompetenzen nicht zu verlernen Zum Beispiel durch regelmäßiges Üben manueller Eingaben.
Vielleicht verstehst du Automatisierung zu wörtlich Es geht nicht darum dich zu schwächen sondern um Mustererkennung Wenn der Bot dir Aufgaben übernimmt lernst du im Stillstand weniger aber du siehst Muster schneller und musst weniger suchen.
Ich bleibe skeptisch Wer garantiert dir dass eine Krücke nie reißt Vielleicht ist der eigentliche Fehler die Aufgaben zu vereinheitlichen statt Menschen zu befähigen.
Statt zu fragen ob Automatisierung schadet könntest du schauen wie sich deine Arbeitsweise verändert Vielleicht geht es eher um Prozessgestaltung und Lernziele nicht um Entlernen.
Die Frage bleibt offen Wann bleibst du im Gleichgewicht oder verpasst du wichtige Lernmomente Automatisierung ist ein Werkzeug wie jedes andere?