Ich habe neulich einen alten Schulfreund auf Instagram gefunden, nachdem wir uns Jahre lang aus den Augen verloren hatten. Wir haben ein paar Nachrichten hin und her geschickt, und es war wirklich schön, wieder in Kontakt zu sein. Jetzt hat er mich zu einer privaten Gruppe auf einer anderen Plattform eingeladen, in der wohl viele aus unserer alten Klasse sind. Irgendwie zögere ich, der Einladung zu folgen. Ein Teil von mir freut sich, aber ein anderer fühlt sich seltsam dabei, diese längst abgelegte Vergangenheit wieder zu öffnen. Ich frage mich, ob diese Art der Vernetzung am Ende mehr wehtut als gut tut.
Es freut mich dass die alte Freundschaft wieder aufgeflammt ist und Vernetzung kann wirklich bereichern solange du dich nicht unter Druck setzt.
Vielleicht ist das wie eine Probe wie sich zwei Menschen heute verstehen allerdings ohne sofort zu urteilen.
Ich frage mich ob das Öffnen der Vergangenheit mehr Erwartung als Gegenwart bringt und ob man sich selbst dabei verliert.
Was wenn der Gedanke an eine private Gruppe nur ein Spiegel ist der dir sagt dass du noch nicht bereit bist dich offen zu zeigen?
Ich spüre ein warmes Kribbeln gemischt mit vorsichtiger Zurückhaltung und die Vernetzung wirft mir mehr Fragen als Antworten.
Vielleicht geht es nicht darum die Vergangenheit zu retten sondern um das Konzept der Zugehörigkeit in einer sich verändernden Welt die Grenze zwischen Freundschaft und Öffentlichkeit neu zu ziehen.