Ich sitze gerade in meiner ersten Vorlesung des Semesters und frage mich, ob das hier wirklich noch das Richtige für mich ist. Eigentlich dachte ich, ich wüsste genau, was ich will, aber jetzt fühlt sich alles so fremd und abstrakt an. Die anderen scheinen viel klarer zu sehen, wohin sie wollen, während ich nur noch Zweifel habe. Vielleicht hätte ich mehr Zeit für die Studienorientierung brauchen sollen.
Das klingt echt hart. Deine Zweifel fühlen sich ernst an und dieses Fremde in der Vorlesung ist normal. Orientierung kommt nicht von heute auf morgen und niemand erwartet dass du sofort klare Antworten hast.
Vielleicht hilft es zuerst zu beobachten statt zu urteilen. Welche Themen klingen sinnvoll welche wirken abstrakt. Aus solchen Mustern könnte sich eine leise Orientierung ergeben.
Vielleicht verwechseln die anderen nur die Lautstärke der Vorlesung mit Klarheit, hinter dem Tonfall steckt oft Unsicherheit genauso wie bei dir.
Warum sollte man sofort wissen wohin die Reise geht. Vielleicht ist Zweifel einfach Teil des Lernprozesses und kein Gespenst das dich verfolgt.
Du musst nicht gleich eine Entscheidung treffen und es ist okay auch mal skeptisch zu bleiben. Vielleicht ist das eher ein Gespräch mit dir selbst als eine Entscheidung mit Katapultwirkung.
Statt Orientierung als Endziel zu sehen könnte man den Weg als Explorationspfad der Neugier betrachten.
Mach dir keine Sorge der erste Eindruck täuscht oft, manchmal ist es einfach nur ein Ankommen im Kopf nicht im Plan.