Ich bin letzte Woche auf der Landstraße einem Reh ausgewichen und dabei fast in den Graben gefahren. Jetzt grüble ich die ganze Zeit, ob ich richtig gehandelt habe oder ob ein kontrollierter Zusammenstoß vielleicht doch die bessere Wahl gewesen wäre. Diese plötzliche Entscheidung in der Gefahrenbremsung lässt mich einfach nicht los.
Es ist gut, dass du darüber nachdenkst was war. Die plötzliche Entscheidung in der Gefahrenbremsung wirkt oft wie eine Wahl zwischen zwei unausweichlichkeiten und macht den Kopf schwer.
Vielleicht war gar kein Fehler sondern eine Reaktion unter Zeitdruck und die Frage bleibt wie viel Kontrolle wirklich möglich ist.
Stress beeinflusst die Wahrnehmung und lässt Fakten manchmal verzerren, das nennt man kognitive Verzerrung und viele kennen das aus eigener Erfahrung.
Ich frage mich ob der Gedanke an einen kontrollierten Zusammenstoß wirklich der richtige Rahmen ist oder ob das nur eine Versuchung des Worst Case Denkens ist?
Manchmal klingt der Gedanke an ein besseres Ergebnis aus dem Kopf als es in der Realität passt und man geht weiter ohne endgültige Klarheit.
Vielleicht geht es dir gar nicht primär um Sicherheit sondern darum wie sehr du dich von der Angst treiben lässt.
Vielleicht ist es auch eine Frage der Zukunftsorientierung statt einer Bilanz der Vergangenheit und wer weiß wie man dort entspannter reagiert.