Ich stehe gerade vor einer Entscheidung, die mich ziemlich verunsichert. Seit zwei Jahren verkaufe ich selbstgemachte Kerzen auf lokalen Märkten, und die Nachfrage ist so groß, dass ich überlege, ob ich einen Online-Shop aufmachen sollte. Ich liebe den direkten Kontakt mit den Kunden auf dem Markt und habe Angst, dass diese persönliche Note verloren geht. Andererseits könnte ein digitaler Vertriebskanal das Geschäft wirklich skalieren. Ich frage mich, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, als er von einem rein lokalen zu einem hybriden Geschäftsmodell gewechselt ist.
Ich liebe den Duft der Kerzen auf dem Markt und den direkten Blickkontakt mit den Leuten. Die persönliche Note wirkt sichtbar und baut Vertrauen auf. Online würde das fehlen, obwohl mehr Reichweite auch reizt.
Aus Sicht der Zahlen könnte ein hybrides Modell mehr Wachstum ermöglichen und saisonale Spitzen besser auffangen. Man könnte kleine Tests fahren, eine kurze Online Kollektion starten und sehen wie sich die Nachfrage entwickelt. Der Markt bleibt dabei eine Quelle der Kundenbindung.
Ich kenne jemanden der anfangs dachte Online Verkauf würde alles lösen doch er merkte dass der echte Austausch auf dem Platz der Duft war und der Online Shop eher ein Spiegel als Ersatz ist.
Ich bin skeptisch gegenüber der Online Welt für Kerzen weil Versandbeschädigungen und Verpackungskosten die Freude trüben können und man schnell von Bewertungen getrieben wird.
Vielleicht geht es weniger um Kanalvielfalt als um die Geschichte die du erzählst. Wenn du Kerzen und Menschen zusammenbringst bleibt der Kern dieselbe Wärme nur anders transportiert.
Oder ist die eigentliche Frage ob dich das hybride Modell verändert oder ob du beim lokalen Markt bleibst und die Begegnungen sammelst ohne Kompromisse?