Ich war letzte Woche auf einem Elternabend und die Lehrerin meinte, dass sie in der vierten Klasse jetzt vermehrt auf selbstgesteuertes Lernen setzen will. Irgendwie macht mir das Gedanken, weil mein Sohn sich zu Hause kaum alleine um seine Hausaufgaben kümmern kann. Ich frage mich, ob das wirklich schon in dem Alter funktioniert oder ob die Kinder damit einfach überfordert sind.
Das klingt nach einer echten Sorge. Selbstgesteuertes Lernen in der vierten Klasse ist möglich, aber nicht für jeden gleich. Manche stemmen das gut mit einer kurzen Struktur und festen Routinen, andere brauchen noch klare Vorgaben. Würde so etwas für ihn funktionieren?
Aus lernpsychologischer Sicht setzt selbstgesteuertes Lernen voraus, dass Kinder Ziele setzen den Fortgang prüfen und passende Materialien finden können. In der vierten Klasse sind Planen Selbstüberwachung und Durchhaltevermögen oft noch ungeübte Fähigkeiten.
Muss man die Idee überhaupt so eindeutig beantworten oder könnte man eher schauen wie man kleine sichere Lernmomente schafft statt eine große Methode zu empfehlen?
Ich bin skeptisch und denke dass manche Kinder überfordern mit zu viel Selbststeuerung. Ohne klare Unterstützung könnten Hausaufgaben zu Frust führen.
Vielleicht kann man das Thema breiter fassen Lernwerkzeuge Lernumgebung und Rituale als Teil eines Ganzen sehen statt sofort auf Selbstständigkeit zu setzen.