Ich habe letztens mit einem alten Freund telefoniert, den ich seit der Schule kaum noch gesehen habe. Wir haben uns stundenlang unterhalten, als wäre keine Zeit vergangen, und es war total schön. Aber jetzt grübele ich die ganze Zeit, ob ich ihn einfach mal so besuchen fahren sollte. Wir wohnen mittlerweile über fünfhundert Kilometer auseinander. Irgendwie habe ich Angst, dass es dann doch komisch wird, wenn man sich nach all den Jahren plötzlich gegenübersteht. Diese spontane Reise könnte alles kaputt machen oder aber genau das Richtige sein. Ich weiß es einfach nicht.
Das klingt nach einer warmen Brücke aus Erinnerung die sich plötzlich vor dir auftut und dich sanft verwirrt zurücklässt
Wenn man es analytisch betrachtet hat die entfernung eine rolle wie gewicht in einer gleichung und eine spontane reise könnte beide seiten testen doch danach bleibt oft weniger als gedacht
Vielleicht misreadest du die situation und willst nur die stimmung von damals zurückklammern statt den menschen jetzt zu begegnen
Solltest du wirklich sofort handeln oder erst mal eine Nachricht schicken um zu sehen wie er reagiert?
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob ein solches treffen nicht eher dazu dient die erinnerung zu verehren als den gegenwärtigen kontakt zu pflegen
Vielleicht geht es nicht um das treffen selbst sondern darum wie flexibel eine Freundschaft bleibt wenn jahre ins spiel kommen und wer loslassen will oder wer neu anknüpft