Ich stehe gerade vor einer Entscheidung in meinem kleinen Speditionsgeschäft und frage mich, ob ich den Schritt wagen soll. Bisher habe ich immer auf bewährte regionale Partner gesetzt, aber ein Kunde fragt nun explizit nach einer Direktverbindung nach Skandinavien. Das würde bedeuten, den gesamten Transportprozess neu zu organisieren und mich auf unbekannte Strecken einzulassen. Irgendwie fühlt es sich an, als würde ich zum ersten Mal wirklich allein aufs offene Meer fahren, ohne genau zu wissen, was mich dort erwartet. Hat jemand ähnliches durchgemacht, als er sein Netzwerk erweitert hat?
Netzwerk erweitern fühlt sich oft an wie eine Landung auf einem fremden Hafen. Ich habe dabei viel gezweifelt und doch lernt man mit jedem kleinen Schritt dazu.
Ich stand vor dem Druck eines neuen Kunden der eine Direktverbindung nach Skandinavien wünschte. Die Angst vor langen Wegen wurde durch einen ersten Testlauf kleiner und später zeigte sich ein Nutzen.
Ich dachte Direktverbindung bedeutet am Anfang sofort das ganze Schiff zu übernehmen und das war völlig übertrieben. Es klopften plötzlich neue Partner an die Tür und ich merkte dass man in Etappen baut.
Es wirkt wie eine Marketinggeschichte und doch bleibt die Frage offen ob sich das Risiko wirklich lohnt. Vielleicht wird es am Ende doch nur teurer und komplizierter als geplant.
Vielleicht geht es weniger um eine direkte Route als um ein stabiles Netzwerk das so etwas trägt. Man braucht Geduld und klare Absprachen damit es nicht zu einer unerwarteten Überraschung wird.
Ich habe mir Notfallpläne gemacht und den Prozess in kleine Schritte zerlegt. Der Rest kommt.