Manchmal frage ich mich, ob wir mit den vielen Nachmittagsaktivitäten für unsere Kinder nicht etwas verlieren. Letzte Woche saß mein Sohn einfach nur im Garten und beobachtete eine Schnecke. Diese Art von ungeplanter Zeit, dieses freie Spiel, kommt im Terminkalender einfach zu kurz. Ich spüre, dass ihm diese ruhigen Momente gut tun, aber irgendwie habe ich auch Angst, dass er etwas verpasst, wenn er nicht zum Fußball oder zum Musikunterricht geht.
Mir geht es so wie dir. Wenn dein Sohn einfach im Garten sitzt und eine Schnecke beobachtet spürt man eine stille Erholung die im Terminchaos oft fehlt Freie Zeit tut ihm gut und stärkt Geduld und Neugier.
Vielleicht erklärt sich das Verhalten aus einem Bedürfnis nach ungeplanten Strukturen Struktur ist gut doch zu viel Plan kann das Spielen einschränken.
Verlieren wir wirklich etwas wenn er mal nichts macht und nur beobachtet?
Vielleicht versteht er unter dieser Schnecke eine Mission oder eine Welt voll Geschichten die wir mit Terminen nicht sehen.
Man könnte die Idee neu rahmen und fragen was zählt als Lernzeit Vielleicht ist das Beobachten im Garten eine Form von Forschen die später in anderen Aktivitäten hilft.
Klingt chaotisch ja aber ich würde an deiner Stelle versuchen beides zu respektieren doch die Ruhe der Nachmittage nicht ganz zu verlieren