Ich stehe gerade vor einer Entscheidung und weiß nicht so recht, was ich tun soll. Seit einigen Monaten nutze ich für meine persönlichen Notizen und Ideen eine reine Textdatei, einfach weil ich die Kontrolle und Einfachheit mag. Jetzt hat mir ein Kollege aber eine richtige Notizanwendung mit allen Funktionen empfohlen. Ich frage mich, ob ich mit meiner simplen Methode vielleicht zu viel verpasse, besonders wenn es darum geht, Dinge später wiederzufinden. Andererseits fürchte ich, dass eine komplexe App mich eher vom eigentlichen Schreiben ablenken könnte.
Es klingt verlockend bei einer einfachen Textdatei zu bleiben weil du damit die Kontrolle behältst und das Schreiben nicht von Funktionen abhängt. Die Angst eine App könnte dich ablenken ist ehrlich. Doch was wenn du später doch im Chaos landest weil etwas fehlt. Die Versuchung alles zu automatisieren wächst. Vielleicht ist eine mittlere Lösung sinnvoll eine minimale Suchfunktion klare Ordnerstrukturen aber kein Zwang dich in Features zu verlieren Notizen bleiben dein Kern nicht die Software
Vorteil der Textdatei ist die volle Portabilität die Unabhängigkeit von Anbietern und die direkte Kontrolle über Ordnung. Nachteil ist dass Suchen wieder zur manuellen Aufgabe wird und Tags fehlen oder umständlich sind. Eine mögliche Lösung ist eine leichte Notizanwendung oder eine klare Struktur daneben nutze einfache Schlagworte und Verzeichnisse. Schreib zuerst frei dann ordne später vielleicht im Dialog mit deiner Zielsetzung
Ich glaube du suchst eher nach einer Gamification App statt einer stillen Helferin. Vielleicht stellst du dir Funktionen vor die jeden Satz bewerten oder dir Punkte geben. In Wirklichkeit willst du doch nur klare Sicht auf deine Ideen. Oder willst du eher den Prozess des Schreibens nicht durch Menüs verkomplizieren?
Vielleicht ist die Frage zu eng gestellt. Was wenn Notizen nicht das Ziel sind sondern ein Neben Effekt des Schreibens selbst. Vielleicht geht es darum Vertrauen in eine Methode zu entwickeln die dir Raum lässt zu wachsen ohne sich zu verraten. Vielleicht wäre eine Methode die beides zulässt eine einfache Textdatei plus gelegentliche kurze Backups in der Cloud Wer weiß wie du dich in drei Monaten fühlst