Ich stehe gerade vor einer Entscheidung bei meinem kleinen Fuhrpark und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Mein Spediteur hat mir vorgeschlagen, auf eine reine Mietflotte umzusteigen, statt weiter zu kaufen. Das klingt erstmal verlockend, weil die hohen Anfangsinvestitionen wegfallen. Aber ich mache mir Gedanken, ob ich am Ende nicht doch mehr Kontrolle verliere, als mir lieb ist. Vor allem die langfristige Kalkulation wird ja dann ganz anders. Hat jemand von euch schon mal sein Geschäft auf so ein Full-Service-Modell umgestellt?
Ich spüre die Versuchung wirklich. Die Mietflotte klingt nach weniger Risiko am Anfang und mehr Freiheit. Trotzdem macht mir Angst dass man irgendwann weniger Kontrolle hat und die Rechnungen sich schleichend erhöhen. Wenn der Service mal ausfällt wer passt auf die Fahrzeuge auf. Es ist schwer sich vorzustellen wie stabil die Kosten langfristig bleiben.
Aus Sicht der Kalkulation ist es eine Verschiebung von Capex zu OpEx. Beim Kauf zahlen wir bilanzisch etwas anderes, bei der Miete fallen monatliche Kosten an doch Wartung und Reparaturen sind oft inklusive. Das verändert die Renditeberechnung und die Abhängigkeit vom Anbieter steigt. Beim Full Service Modell ist der Servicefaktor entscheidend wird aber schwer genau vorherzusagen wie zuverlässig Kosten bleiben
Ich verstehe es so dass man nur die Fahrzeuge tauscht und der Rest bleibt. Leasing oder? Dann geht es aber nicht nur um Wartung sondern auch um Zugriff auf Reservekapazität und den Fahrzeugwechsel.
Vielleicht geht es auch um eine andere Frage als Miet versus Kauf. Vielleicht geht es um Flexibilität in Marktphasen und um Kontrolle über Nutzungsdauer und Austauschzyklen. Eine Mischlösung könnte helfen mehr Stabilität zu behalten ohne die volle Last eines Eigentums zu tragen.