Ich stehe gerade vor einer Entscheidung und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. In meinem Team drängen einige darauf, dass wir für unser internes Reporting komplett auf eine No-Code-Plattform umsteigen. Ich habe bisher immer Skripte geschrieben und habe einfach ein mulmiges Gefühl dabei, die Kontrolle abzugeben. Andererseits sehe ich, wie schnell Kollegen ohne Programmierkenntnisse jetzt schon kleine Tools bauen. Ich frage mich, ob ich mich zu sehr an meine alte Arbeitsweise klammer und ob diese Art der Automatisierung wirklich die Zukunft ist, oder ob wir später an Grenzen stoßen, die wir heute nicht sehen.
Ich fühle mit dir dieses mulmige Gefühl die Kontrolle zu verlieren wenn Tools die Arbeit übernehmen statt deiner Skripte zu sehen. Vielleicht geht es nicht um No Code oder Code sondern wer die Regeln macht welche Daten erfasst und wie sie geprüft werden.
Aus analytischer Sicht hebt eine No Code Plattform die Geschwindigkeit der Umsetzung doch oft verstecken sich dort Abhängigkeiten und Limitierungen im Data Flow und bei der Wartung. Ohne klare Architektur und Governance steigt die Gefahr von uneinheitlichen Datenquellen und Debatten über Versionen.
Vielleicht glauben manche man muss sofort alles automatisieren auch die komplizierten Prozesse wobei du die Gefahr spürst von zu viel Vereinfachung. Was wenn der Kern nicht die Technik ist sondern die Zusammenarbeit?
Ich bleibe skeptisch weil eine Plattform nie alle individuellen Anforderungen abbildet und es schnell zu einem Monster an Anpassungen kommt. Was wenn die Teamkultur sich verändert und die Lernkurve stagniert?
Vielleicht geht es weniger um Toolwahl als um Lernkultur und klare Verantwortlichkeiten. Ein hybrider Weg könnte helfen bei dem Automatisierung Teil bleibt aber in erfahrene Hände übergeht und Governance neu gedacht wird.