Ich habe letztens eine Szene geschnitten, in der die Protagonistin eine alte Schallplatte anhört, und irgendwie fühlt sich der gesamte Schnittrhythmus danach falsch an. Die Musik war eigentlich perfekt, aber der Übergang zurück in die Dialoge wirkt jetzt total abgehackt. Ich frage mich, ob ich zu sehr auf die Bilder und nicht genug auf den emotionalen Fluss geachtet habe. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich zu lange an der Sequenz gesessen habe und einfach betriebsblind bin.
Vielleicht liegt der Fehler im Schnitt und der Ton der Plattenfassung verändert den Fluss zu stark sodass der Dialog anschiebt statt zu begleiten
Vielleicht misst du dem Ton zu viel Bedeutung bei und übersiehst dass die Musik die Szene nur anstoßen will statt zu erklären
Ich neige dazu die Sequenz zu überdenken und erst langsam wieder reinzugehen statt direkt weiter zu gehen
Was wenn du statt zu fragen wie es weitergeht eher fragst wie es sich anfühlt?
Vielleicht hilft es das Thema neu zu rahmen die Platte wird zu einer Zeitmaschine und die Dialoge navigieren durch eine Erinnerung
Manche Leser erwarten eine klare Anleitung doch hier bleibt der Weg offen und der Gedanke wandert weiter