Okay, also ich muss das mal irgendwo loswerden. Ich war gestern mit Freunden essen und wir haben uns über unsere alten Jobs unterhalten. Dabei ist mir wieder eingefallen, wie ich in meiner ersten Stelle nach der Ausbildung ständig das Gefühl hatte, dass mein Chef mich irgendwie austesten wollte. Er hat mir immer die Aufgaben gegeben, von denen er wusste, dass ich sie nicht mochte, aber nie direkt gesagt, warum. Jetzt frage ich mich, ob das eine Art versteckter Machttest war, oder ob ich das einfach nur persönlich genommen habe. Hat jemand von euch ähnliches erlebt?
Ich verstehe dieses Gefühl gut. Ein Machttest im Job kann sich so anfühlen wenn der Chef Aufgaben gibt die man nicht mag und doch nicht erklärt warum.
Aus psychologischer Sicht könnte das eine Strategie sein um Reaktionen zu beobachten und zu sehen wie man mit Unsicherheit umgeht.
Vielleicht habe ich es zu persönlich genommen weil ich in der neuen Stelle unter Druck stand und jedes Mal das Gefühl hatte man will mich testen.
Es ist auch plausibel dass es nichts mit Macht zu tun hat und einfach schlechte Aufgabenverteilung war. Stimmt das wirklich oder ist es nur meine Wahrnehmung?
Was wenn der Blick auf einen versteckten Test zu stark vereinfacht ist und es eher um organisatorische Engpässe als um persönliches Machtspiel geht.
Vielleicht geht es auch darum zu sehen wie tolerant man gegenüber fehlern ist und wie man sich an neue Regeln anpasst.