Ich scroll letztens durch meine Timeline und plötzlich war da dieses Gefühl, als würde ich nur noch durch eine Reihe von leeren, perfekt inszenierten Momenten waten. Es fühlt sich an, als ob hinter jedem Post eine unsichtbare Erwartung lauert, die ich nicht mehr verstehe. Manchmal frage ich mich, ob andere auch das Gefühl haben, dass sich online eine Art digitaler Konformitätsdruck aufbaut, der alles irgendwie gleich klingen und aussehen lässt. Ich vermisse die eigenwilligen Ecken des Internets.
Dieses leise Licht der perfekten Momente in der Timeline fühlt sich an wie eine Atemnot wenn alles durchgestylt wirkt und doch niemand wirklich spricht
Vielleicht entsteht ein digitaler Konformitätsdruck der uns in eine gemeinsame Sprache zwingt und dabei die eigenwilligen Ecken verliert ich frage mich ob das Absicht oder einfach Gewohnheit ist
Ich glaube der Raum online ist wie ein lauter Club in dem jeder sofort applaudiert auch wenn der Song nicht passt
Manchmal scrolle ich und denke mir dass mir der Witz fehlt der zu mir passt statt der Applausmasse zu gefallen
Vielleicht ist es nicht nur Druck sondern ein neues Genre der Aufmerksamkeit ein Rhythmus der kurzen Augenblicke statt einer langen Erzählung
Was wäre wenn diese Frage selbst Teil des Problems ist und wir einfach mal eine Seite scrollen ohne zu kommentieren?